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Wer klopfet an? Ein Adventsplätzchen ...

23.11.2015 von Dr. Thomas Körbel

Wenn ich mich umschaue, auf dem Weihnachtsmarkt, in der Stadt, beim Einkaufen, selbst in der Familie, sehe ich nicht, dass Menschen gerade dabei sind, ihren Frieden zu finden und ihre Freude auszustrahlen.
Angst geht um und Sorge um die Zukunft.
 
Es wird keinen Himmel auf Erden geben, es wird immer wieder Menschen geben, die in Not geraten, es wird immer wieder Menschen um uns herum geben, die uns in unserer Ruhe stören und alles anders machen als es uns recht ist.
 
Der Advent lehrt uns in erster Linie eines: Gott ist nicht hier, Gott ist nicht bei uns, Gott kommt erst noch.
Diese alle Jahre wieder kommende Erinnerung an einen nicht bei uns angekommenen Gott, dieser Hinweis über alle Weisheit und Einsicht der Welt hinaus, sagt uns:
Mensch, du Kind Gottes, sei nicht nur menschlich, sei auch mal göttlich. Komm doch auch mal bei dir selbst an, während du auf Kommendes wartest:
Sei Mensch, werde Gott.
Sei Gott, werde Mensch.
 
Immerhin: Mit jeder Kerze kommen wir dem Ende des Advents näher. Dann ist er vorbei. Also: Lichter anzünden, Erleuchtungen bringen, göttliches Licht in jedem -- ja: jedem! -- von uns auf die Welt gekommen, auch mal erkennen (wollen), unsere Blindheit, unsere geistige Umnachtung überwinden, vielleicht nicht ganz, aber schon jetzt und mit Hoffnung dem entgegenwarten, was uns da schon lange verheißen ist. Wir brauchen also vielleicht bloß mal wirklich dran glauben.
 
"Wenn der Herr die Leiden seines Volkes heilt, wird das Licht des Mondes so hell sein wie das Licht der Sonne. (Jesaja 30,26)
 
Das ist doch so schön, dass es ja auch mal wahr sein könnte.
(http://www.academia-aurata.de/blog.html, Original auf sinn-und-seele.blogspot.de)

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