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Vertrauen

26.04.2014

von Jörg Dankert und Thomas Körbel

"Krise wird wirklich aus Mangel an Vertrauen.", Karl Jaspers

 

Vertrauen braucht einen guten Grund. Einen guten Grund, auf dem es wächst, und bestehen bleiben kann.

Besser, es hat mehrere gute Gründe. 

Aber das ist nicht das wesentliche Merkmal von Vertrauen.

1. Vertrauen muss immer über gute Gründe hinausgehen, sonst ist es keines.

Vertrauen darf in einer Beziehung enttäuscht werden können, obwohl der Vertrauende genau das nicht erwartet, gar befürchtet.

Aber es "sollte" natürlich nicht enttäuscht werden. Niemals.

Denn erst im Aufheben des Vertrauens überwindet das Vertrauen die Ungewissheit.

Das meine ich in der Hegel'schen Doppelbedeutung, im Negieren und im Aufbewahren oder Aufgehoben-Sein oder Geborgen-Sein.

Der Zweifel wird anfangs da sein, ob das Vertrauen gerechtfertigt ist. Vielleicht bleibt er lange.

Zweifel am Vertrauen hält alles wach, das Ringen, das immer wieder neu Erringen, das Vergeben und Verzeihen und das Wachsen.

  • Geht der Zweifel, kommt Gewissheit.

Da gibt es zwei Möglichkeiten:

a. Gewissheit, dass Vertrauen missbraucht wurde, dann ist Vertrauen weg. In solchem Aufheben ist kein Vertrauen mehr. 

Oder aber - und das ist wünschenswert -

b. Gewissheit, dass Vertrauen eingehalten wurde. Und damit auch zukünftig eingehalten werden wird. Hier bleibt Hoffnung, doch keine Erwartung darf da sein.

2. Du gewinnst Selbstvertrauen

Du gewinnst Selbstvertrauen, wenn Du zuerst darauf vertraust, dass Du ganz und gar angenommen bist.

  • Indem ich Dir vertraue, ermutige ich Dich, mir zu vertrauen.

Ich kann Dir (als einem anderen Menschen) nur vertrauen, wenn ich ein gesundes Selbstvertrauen habe und - wenn ich Gott vertraue.

  • Vertrauen ist Festigkeit und Treue.

Ich stehe in mir fest. Ich stehe zu mir. Ich stehe für mich ein - und für dich.

Als Christ glaube ich, dass ein anderer, Gott, vorher bereits zu mir steht. Mir wurde zuerst Vertrauen geschenkt.

So bin ich auch fähig dem anderen Vertrauen zu schenken und zugleich Vertrauen zu vermitteln. Nicht nur aus mir heraus, aus meiner eigenen Kraft.

Manchmal sehnst Du Dich, Dich fallenzulassen, getragen zu sein.

  • Getragen zu sein ist Vertrauen.

In der Natur erfahre ich es, wenn ich mich in eine wunderschöne Wiese lege und mich von dieser (von ihrem Duft, ihrer Sanftheit, Weichheit, ihrer Lieblichkeit, den Schmetterlingen, die ich dort fliegend finde) tragen lasse. Ich erlaube mir, so zu sein, wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen. Wenn ich das mir erlaube, dürfen auch andere so sein, wie sie sind.

3. Vertrauen ist natürlich

Vertrauen braucht einen guten Boden, einen durchlässigen, einen nährstoffhaltigen. Dann können wunderbare, stabile Wurzeln entstehen. Und diese Wurzeln halten den Stürmen des Lebens stand. Diese Wurzeln brauchen Wasser, Nährstoffe, sonst vertrocknen sie. Diese Wurzeln brauchen den Schutz der Mutter Erde, von Sonne und Mond, von Wasser und Luft.

Vertrauen ist also niemals eine Einbahnstraße, keine Sackgasse, sondern immer nähren und wachsen und zurückgeben.

  • Vertrauen ist eine faszinierende Erdung.

4. Wer Menschen vertraut, profitiert langfristig.

  • Du investierst Deine Zeit (durch die Information, das Sichten der Auswahl, den Weg zum Arbeitsplatz, deine Arbeitszeit, ... )
  • Du investierst Gleichgewicht (Wird diese Begegnung eine win-win-Situation oder gewinnt nur einer? Wer? Der Chef, der Kunde, nur Du? Dein Freund, Partner, ...)

Wer auf Kosten anderer Erfolg haben will, wird sich schnell verlieren. Wenn nur einer gewinnt, ist der Gewinn schal. 

  • Du investierst Deinen Wert. Du zahlst einen Preis, und du bekommst einen Gewinn (Geld in Honorar, Lohn, Gehalt, ... - auch wenn Du in der freundschaftlichen Begegnung nicht mit Geld bezahlt wirst.) 

  • Du investierst Dein Vertrauen (Du verlässt Dich darauf, dass der Andere sich an Abmachungen hält. Du gewinnst Sicherheit.) 

  • Du investierst nun auch Dein Bedürfnis nach Sicherheit. (Was geschähe, wenn der Andere die Freundschaft, Beziehung beendete, den Arbeitsvertrag kündigte? Er ließe Dich gestärkt zurück.)

Kurz: Du baust eine Vertrauensbeziehung auf, in der Du wächst.

5. Ohne Vertrauen geht kein Geschäft, kein Job, keine Feundschaft

Wer in wirtschaftlich unruhigen Zeiten handelt, egal ob Mensch oder Unternehmen (= eine Ansammlung von Menschen), für den wird Vertrauen zum wichtigsten Erfolgsfaktor. 

  • Vertrauen der Mitarbeiter in die Unternehmensführung, dass dort die richtigen Weichenstellungen vorgenommen werden. 
  • Vertrauen der Unternehmensführung in die Mitarbeiter, dass jeder seinen Teil zur Zukunft des (gemeinsamen) Unternehmens beiträgt.
  • Vertrauen der Kunden zum Unternehmen, dass die Produkte und Dienstleistungen halten, was sie versprechen.
  • Vertrauen in der Unternehmung an sich, dass die eigenen Schwächen optimiert, die eigenen Stärken gestärkt und die Zukunft gemeistert wird.

Ich bin davon überzeugt, dass Vertrauen ein Trainingsprozess ist. Wer nach einer Enttäuschung sagt, er könne sich nie wieder auf jemanden einlassen, nimmt sich selbst ganz viele Möglichkeiten. (Verena Bentele) 

6. Wie gewinnst Du?

Wir betreuen, beraten und begleiten Dich, Dein Unternehmen, Unternehmer - Organisationen und Menschen

Das Beschäftigen mit und das Einsetzen von Change Management und Organisationsentwicklung schafft Vertrauen zwischen uns und legt den Grundstein für eine durch Vertrauen geprägte Unternehmenskultur.

Am Anfang einer Beratung steht das Erstgespräch. Das ist kostenfrei und unverbindlich. Und es bleibt kostenfrei, wenn ein Vertrag zwischen uns zustande kommt. 

Die Schritte, die wir im Rahmen dieser ersten Zusammenkunft mit den Klienten und Kunden gemeinsam gehen, sind: 

  • Einander kennenlernen und schauen, ob die Chemie zwischen uns beiden (oder drei) Menschen und unseren "Mentalitäten" stimmt. 
  • Wir erfahren Deine Situation und Deine Kultur. Oder die Situation Deines Unternehmens. 
  • Du, als Kunde bzw. Klient, wirst Dir ein Bild von uns als Menschen und als Berater machen. 
  • Stimmt die Chemie wird über die Ziele gesprochen, die Du hast. 
  • Wir zeigen, was wir dazu beitragen können. 
  • Gemeinsam wird die aktuelle Situation vor dem Hintergrund des Beratungszieles betrachtet, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo Du bereits wie weit bist. 
  • Wir entwerfen ein erstes Bild eines Konzeptes, wie die Betreuung, Begleitung und Beratung ausschauen könnte und wie es sinnvoll zu einer ersten Aktion kommen kann. 
  • Schließlich werden weitere Themen, die Dir, dem Kunden und Klienten, am Herzen liegen, besprochen.

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